Am Samstag, den 14. März 2026, trafen sich – trotz nicht optimalem Fotowetter – sechs, Mitglieder der Regionalgruppe 7 zu einer Exkursion in einem Naturschutzgebiet nahe Hammelburg. Die Wetterprognose versprach wenig Hoffnung: grauer Himmel, Nieselregen und kaum Chancen auf stimmungsvolles Abendlicht. Dennoch ließen sich die Teilnehmer nicht davon abhalten, gemeinsam auf Motivsuche zu gehen.
Die Erwartungen richteten sich auf typische Frühblüher wie Leberblümchen, Märzenbecher, Adonisröschen, erste Küchenschellen sowie den Seidelbast. Für die Märzenbecher war es allerdings bereits etwas spät in der Saison – viele Bestände waren schon deutlich verblüht.
Ein neues Mitglied der Regionalgruppe sorgte gleich zu Beginn für einen gelungenen Einstand und brachte Kaffee, Tee und Kuchen mit. Diese Geste wurde von allen dankbar angenommen, denn bei den kühlen Temperaturen waren heiße Getränke eine willkommene Stärkung und sorgten für einen angenehmen Start in die Exkursion.
Gut aufgewärmt brach die Gruppe anschließend in das Gebiet auf. Auch wenn sich die Märzenbecher größtenteils bereits in einem fortgeschrittenen Zustand befanden, konnten dennoch einige schöne Exemplare sowie zahlreiche Leberblümchen entdeckt und fotografiert werden. Besonders erfreulich war zudem das häufige Vorkommen des Seidelbasts, der sich in diesem Jahr vielerorts präsentierte und attraktive Motive bot.
Trotz des leichten Regens und der insgesamt eher tristen Lichtstimmung entstanden vielfältige Aufnahmen. Die Teilnehmenden nutzten die Bedingungen kreativ und experimentierten unter anderem mit High-Key- und Low-Key-Techniken sowie mit Fokus-Stacking, um die filigranen Details der Pflanzen hervorzuheben. Gerade das diffuse Licht erwies sich dabei als Vorteil für ruhige, ausgewogene Bildkompositionen.
Ein spektakulärer Sonnenuntergang blieb der Gruppe leider verwehrt und so machte man sich kurz nach der eigentlichen Untergangszeit auf den Rückweg zu den Autos. Dort klang der Nachmittag mit weiteren fachlichen Gesprächen und einem regen Austausch über Motive und Techniken aus.
Trotz der widrigen Bedingungen war es ein gelungener und abwechslungsreicher Nachmittag in der Natur, der einmal mehr zeigte, dass sich Naturfotografie bei nahezu jedem Wetter lohnt.